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CCFMC News November 2010

Den rechten Zeitpunkt nicht verpassen


Die Menschen sind ein Leben lang auf der Suche nach Glück und Erfüllung ihrer Träume. Und deshalb begleitet sie immer auch die Angst, sie könnten etwas verpassen. Man muss also, „die Gelegenheit beim Schopfe packen“, wie eine Redensart sagt. Wenn die Gelegenheit vorbei ist, kann man sie nicht mehr fassen. Im Griechischen gibt es dafür den Begriff Kairos. Es ist ein religiös-philosophischer Begriff, und steht für den günstigen Zeitpunkt einer Entscheidung, den man nutzen muss, wenn man die Gunst der Stunde nicht verpassen will. In den biblischen Texten steht Kairos für einen von Gott gegebenen Zeitpunkt, eine besondere Chance und Gelegenheit, um einen Auftrag zu erfüllen.

Im Leben von Franziskus entdecken wir eine dichte Reihenfolge von Ereignissen, die der Arme von Assisi als Zeichen Gottes verstanden und zielstrebig in die Tat umgesetzt hat.

1205 begegnet er einem Aussätzigen. Was ihm bis dahin unerträglich war, wird ihm in Süßigkeit verwandelt, bekennt er später in seinem Testament. Vom Geist Gottes erleuchtet erkennt er im entstellten Gesicht des Aussätzigen das Leidensantlitz Christi. Von da an ändert sich sein Blickwinkel. Die Armen werden zum Zielpunkt seines Lebens.

1206 gibt er seinem Vater öffentlich und im Beisein des Bischofs seine Kleider zurück. Er trennt sich von seiner Familie, vom reichen Zentrum Assisis und stellt sich fortan total unter die Herrschaft seines Vaters im Himmel.

1207 hört er vom Kreuz in San Damiano die Stimme „Siehst du nicht, dass meine Kirche ganz zerfällt?“ Er versteht es wörtlich und baut drei zerfallende Kapellen wieder auf.

Am 24. Februar 1208 hört Franziskus in der Kapelle von Portiunkula die Aussendungsrede Jesu. Er ruft begeistert und tief bewegt aus: "Das ist es, was ich will, das ist es, was ich suche, das verlange ich aus Herzensgrund zu tun!" (1 Cel I,22)

Ein inneres Licht, das ihm von nun an Gewissheit gibt, wie er später in seinem Testament bekennt: „Niemand konnte mir sagen, was ich tun soll, nicht der Papst, kein Bischof und kein Abt, Gott selbst hat mir offenbart.“

Diese wichtigen Ereignisse im Leben des Heiligen sind Zeichen Gottes (Gnadenstunden), die sein Leben verändern und zur Erneuerung der Kirche führen. Die Armen finden wieder eine Beheimatung in Kirche und Gesellschaft. Es war ein Kairos, den Franziskus mit großer Intensität lebte.

Auch die einmalige Entstehungs- und Wirkungsgeschichte des CCFMC in der Franziskanischen Familie war eine solche Gnadenstunde, die später nicht mehr möglich gewesen wäre. Einmalig nicht im Sinne von Qualität und Tiefe. Die Dokumente und Bücher, die der Erneuerung der franziskanischen Spiritualität dienen, füllen ganz Bücherregale, überall auf der Welt. Einmalig am CCFMC aber ist der Versuch, ein weltweites, interkulturelles und interfranziskanisches Erneuerungsprogramm zu schaffen.

Und in diese Kategorie ist nun einzureihen das Internationale CCFMC Seminar vom 18. – 28. Oktober in Karukutty, Kerala / Indien. 57 Teilnehmer aus 14 Ländern waren 10 Tage zusammen, um zu reflektieren und auszutauschen, wie wir heute die Aktualisierung des CCFMC unter geänderten Situationen und Bedingungen voranbringen und verwirklichen können. Das wichtigste Ergebnis ist die Regionalisierung des CCFMC in Asien. Damit wird die Verantwortung an kleinere Einheiten delegiert.

Die Region Süd-Asien ist auf dem Weg und macht den Anfang. Weitere werden folgen. Bemerkenswert war die Bereitschaft jüngerer Brüder und Schwestern, sich in die Pflicht nehmen zu lassen. Bleibt zu hoffen, dass die Begeisterung anhält und dass der Funke auch auf andere Regionen überspringt.

Andreas Müller OFM

 


Asien

Indien: CCFMC-Seminar gibt Inspiration und Ermutigung

Im Franziskanischen Zentrum Assisi Shanthi Kendra in Karukutty, im indischen Bundesstaat Kerala, hat vom 18. bis 28. Oktober 2010 ein zehntägiges internationales CCFMC-Seminar stattgefunden. Hauptanliegen dieser Veranstaltung, die alle zwei Jahre in Asien abgehalten wird, ist die Stärkung der regionalen CCFMC-Mitarbeiter. Für schon erfahrene Koordinatoren und Animatoren bietet dieses Seminar mit seiner Dichte und Intensität die Möglichkeit, inhaltlich und geistig tiefere Einblicke in die Spiritualität des CCFMC zu gewinnen; für neue Mitarbeiter ist es eine Gelegenheit für eine intensive Einführung in die Materie.

Über einige der wichtigsten Schwerpunkte dieses Seminars berichten im Folgenden prominente Teilnehmer/Animatoren dieses Seminars:

Schwester Stella Baltazar FMM ist Mitglied der Franziskanischen Missionarinnen Marias in Coimbatore/Indien. Neben ihrer Rolle als anerkannte Theologin, Mitglied der Theologischen Vereinigung Indiens und der Ökumenischen Vereinigung von Theologen der Dritten Welt hat sie sich während ihrer zwanzigjährigen Tätigkeit in ihrem Land immer besonders für die Belange und die Stärkung der Frauen aus den ärmsten Bevölkerungsschichten eingesetzt.

Sr. Stella würdigt in ihrem Bericht zunächst die Anstrengungen all derer, die das Zustandekommen dieses Seminars ermöglicht haben, zu dem 57 Teilnehmer aus 14 Ländern nach Indien gekommen waren. „Es war ein einzigartiger und ‚gnadenvoller’ Moment, da er uns als Mitgliedern der Franziskanischen Familie Möglichkeiten zur Begegnung gegeben hat.“ Dieses Seminar sei eine großartige Gelegenheit, unsere franziskanische Spiritualität zu vertiefen, gemeinsam zu lernen und gemeinsam die Lehrbriefe im Licht der heutigen Gegebenheiten unserer Umwelt zu betrachten und zu aktualisieren. Die „weltumspannende Vision und der Kern und Fokus der Lehrbriefe müssen einerseits als übergreifendes Verständnis des franziskanischen Geistes erhalten bleiben; gleichzeitig könnten neue Einblicke und Informationen zur Bereicherung des Textes hinzugefügt werden“, betont Schwester Stella. Die Wirkungskraft des CCFMC zeige sich darin, dass es ihm gelinge, unsere prophetische Mission heute als Herausforderung aufzunehmen und sie zu leben.

An folgenden Lehrbriefen wurde gearbeitet:

  1. Die Franziskanische Familie
  2. Die Geschichte der Franziskanischen Bewegung
  3. Franziskanische Mission nach den frühen Quellen
  4. Biblisch-prophetische Grundlage der franziskanischen Mission
  5. Franziskanische Mission nach den modernen Quellen
  6. Theologische Grundlagen der Franziskanischen Mission
  7. Begegnung mit Muslimen
  8. Dialog mit anderen Religionen
  9. Inkulturation als franziskanische Aufgabe
  10. Herausforderungen durch eine säkularisierte Welt
  11. Unser Verhältnis zu Wissenschaft und Technik
  12. Prophetische Kritik an gesellschaftlichen Systemen: Kapitalismus und Sozialismus
  13. Option für die Armen
  14. „Als Mann uns Frau erschuf er sie... „ Eine franziskanische Herausforderung
  15. Franziskus und die überwältigende Güte Gottes
  16. Verpflichtung zum Frieden gestützt auf Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung
  17. Kontemplation und Mission
  18. Eine spezielle franziskanische Einsicht: alle Geschöpfe bilden eine Schöpfungsfamilie.

Die franziskanische Bewegung habe die Möglichkeit eröffnet, Ungerechtigkeit – ganz gleich wo sie bestehen mag – in Frage zu stellen. Sie habe bei den Menschen ein neues Bewusstsein geformt. Der Status Quo, also die bestehenden Werte und Normen, seien umgeworfen und alles in Frage gestellt worden. Franziskus, so betont Schwester Stella, war ein prophetischer Mensch, der das Übel und die Ungerechtigkeit anprangerte, der unermüdlich die gute Botschaft denen verkündete, die bereit waren sich zu ändern und Partner Gottes zu werden. Die franziskanische Orientierung - also tiefe Liebe für den Herrn, Liebe für das Leben in Armut, Einfachheit und Mindersein, aber auch der Mut, Übel und Ungerechtigkeit anzuprangern und Gottes Botschaft zu verkünden – müsse sich wie ein goldener Faden durch die Lehrbriefe ziehen.

In der Vorstellung einiger Lehrbriefe seien in dieser Hinsicht jedoch Defizite zu erkennen. Zuweilen wurde von Gott geredet, als ob er über den Wolken schwebe, weitab von den konkreten Problemen der Welt. Im armen Jesus von Nazareth begegnet uns jedoch ein Gott, der an keiner Not vorüber geht: er ist der Gott der Armen und der Leidenden. Wenn das franziskanische Charisma nicht in die heutige Sprache und in einen aktuellen Kontext übertragen werde, könnten wir schon sehr bald den Anschluss an die Zeit verlieren, betont Schwester Stella. Genau das versuchten doch die Lehrbriefe. Das sei aber nicht immer deutlich geworden. Der CCFMC dürfe keinesfalls der Ort sein, an dem man eine veraltete Theologie über einen weltabgewandten Gott verkünde. Im Alten Testament und speziell im Buch Exodus werde deutlich, dass Gott auf der Seite der Armen stehe. Vom Buch Genesis bis zur Offenbarung erfahre man einen Gott der Armen, der die Menschen von Erniedrigung, Knechtschaft und Leiden befreie. Als aktive Beauftragte Gottes sei es unsere Aufgabe, den Armen diese Botschaft zu bringen.

Abschließend dankt Schwester Stella dem CCFMC-Zentrum in Würzburg sowie dem CCFMC-Büro in den Philippinen für ihren aktiven Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung.

Pater Enrique Montero OFMConv, aus Costa Rica, mit Studium unter anderem an der St. Bonaventure University in New York, Teilnehmer an den internationalen interfranziskanischen Treffen von Mattli/1982, Assisi/1994 und Pattaya/1998 und derzeit Rektor des Inter-Afrikanischen Bildungszentrums in der kenianischen Hauptstadt Nairobi, setzte sich in einem seiner Referate mit der Frage auseinander, wie prophetisch die franziskanische Bewegung heute ist. Hier Auszüge aus seinem Referat:

„ ... Es ist sicher nicht einfach, eine Antwort auf die Frage zu geben, wie prophetisch die franziskanische Bewegung heute ist, wenn man weiß, wie unendlich weit und komplex die Realität ist, in der wir stehen. Dennoch ist es wichtig, ein wenig Klarheit zu haben, wenn wir uns heute vor Gott, vor unserem Gründer Franziskus und vor unserer schon 800jährigen Geschichte verantworten.

Es wäre naiv und heuchlerisch zu sagen, dass die franziskanische Bewegung ihrer prophetischen Berufung immer treu war. Wenn Prophet zu sein bedeutet, dass man ein klares Zeichen für Gottes Gegenwart bei seinem Volk ist, ... dann müssen wir mit Trauer eingestehen, dass Franziskaner im Laufe der Geschichte häufig eher Negativ-Zeichen waren. In der Geschichte unserer Institution gab es viele einander widersprechende Ansichten zu Franziskus und seinem Lebensideal, es gab viele Reformen und Spaltungen, die im Herzen unserer Franziskanischen Familie tiefe Wunden hinterlassen haben; manche davon wirken in einigen Gegenden der Welt noch heute nach. Wenn franziskanisches Charisma bedeutet, Einfachheit des Lebens, Minorität und Solidarität mit den Armen zu bezeugen, dann müssen wir anerkennen, dass die Wirklichkeit oftmals einem Leben in Armut nicht entsprach...

Glücklicherweise kann sich unsere Franziskanische Familie heute auch darüber freuen, wie reich der Herr viele unserer Mitglieder mit Heiligkeit beschenkt hat. Diese Heiligkeit wird auch an anderen klaren Zeichen der Erneuerung deutlich, wie beispielsweise dem Studium und der Erforschung der Quellen und der Verbreitung von Kursen, Seminaren, akademischen Zentren, franziskanischen Instituten etc.; dies zeigt einen wahren Hunger und Durst nach besserem Wissen über unser spezifisches Charisma. Der prophetische Charakter in unserer Familie zeigt sich auch am Engagement von Franziskanern für die Sache der Armen, für Frieden und Aussöhnung, für die Bewahrung der Schöpfung...“

Pater Baltazar Obico OFM, derzeit Provinzial der OFM im Norden der Philippinen, gehört zu den über die Grenzen seines Landes bekannten und anerkannten franziskanischen Lehrern, die an verschiedenen franziskanischen Bildungseinrichtungen und theologischen Fakultäten lehrten und lehren. Darüber hinaus ist er ein unverzichtbares Mitglied des CCFMC-Referententeams und hat in dieser Eigenschaft mehrere Länder bereist. In seinem Referat über den „Asiatischen Kontext der Inkulturation“ setzte sich Pater Baltazar Obico auf dem Seminar in Kerala mit den euro-zentristischen kirchlichen Strukturen in Asien auseinander:

Der Bund Asiatischer Bischofskonferenzen (FABC/Federation of Asian Bishops’Conferences), so merkt der Referent eingangs an, habe darauf hingewiesen, wie sehr europäische kirchliche Strukturen Asien durchdrungen haben. Die Kirche bleibe in ihrem Stil, in ihren institutionellen Strukturen, in ihrem Gottesdienst, mit ihrer westlich ausgebildeten Führung und mit ihrer Theologie den Gläubigen in Asien fremd. Es gebe eine Kluft zwischen Kirchenführung und den einfachen Gläubigen. Einen koreanischen Kollegen zitiert Obico mit der Aussage, das Studium europäischer Theologen wie Barth, Tillich, Bultmann etc. habe ihm nicht geholfen, Gottes Gegenwart im Kampf des eigenen Volkes spürbar werden zu lassen.

Als erste Aufgabe der asiatischen Inkulturation bezeichnet Pater Baltazar die Stärkung örtlicher Kirchen bei gleichzeitiger Einheit mit der Weltkirche. Diese lokale Kirche müsse sich selbst verwalten, selbst unterhalten, und sich selbst theologisch stützen.

Die Völker Asiens seien stolz auf ihre religiös-kulturellen Werte wie Liebe zu Stille und Kontemplation, Einfachheit, Gelassenheit, Harmonie, Gewaltlosigkeit, harte Arbeit, Naturliebe, Verehrung der Eltern und Familiensinn.

Für Inkulturation in Asien ist eine erkenntnistheoretische Pause nötig, die das Entstehen einer asiatischen Kirche ermöglichen kann. In der westlichen Erkenntnistheorie ist diskursives Denken, logisches Analysieren mit der Tendenz zu schnellem Urteilen wichtig; charakteristisch für sie ist Strenge, Ergebnisorientiertheit und Beherrschung des Subjekts. Erforderlich ist aber eine ganzheitliche, spezifizierte und komplementäre Herangehensweise. Die Erklärung von Assisi sei ein Zeichen dafür, dass sich die Kirche bewegt habe und erkenne, dass keine Religion auf eine andere reduziert werden könne und dass nicht alle Religionen in allen Aspekten übereinstimmen müssen, um zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig bei guten Werken auf dem Weg zu Gott zu unterstützen.

CCFMC-Lehrbriefe jetzt auch auf Tamilisch

Mit eine riesigen Überraschung warteten während des Seminars in Karukutty Bruder Divakar Mota OFMCap und Schwester Venantia FSJ auf: Sie präsentierten den Anwesenden die vollständige Übersetzung des CCFMC in die tamilische Sprache. Tamil wird von knapp 70 Millionen Angehörigen des Volks der Tamilen vor allem im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu und auf Sri Lanka als Muttersprache gesprochen. Sie kann auf 2000 Jahre zurückblicken und gehört zu den sieben antiken Weltsprachen.

Die außerordentlich aufwendige und mühsame Übersetzung geht auf eine Absprache zurück, die auf dem kontinentalen CCFMC Seminar in Sri Lanka vor vier Jahren zwischen P. Andreas, Sr. Reginarda und Br. Divakar getroffen worden war. Es erforderte viel Engagement, Durchhaltevermögen und Geduld, die etwa 1000 Seiten des Kurses zu übersetzen.

Neben der Überraschung wurde auch große Freude darüber geäußert, dass die Präsentation genau zum Zeitpunkt des Seminars kam. Begrüßt wurde dies besonders auch deshalb, weil die Teilnehmer aus Indien und einigen seiner Nachbarländer sich bei dieser Gelegenheit deutlich für die Gründung eines eigenen Koordinationsteams aussprachen. Dies könnte eine gute Gelegenheit für einen Neubeginn mit neuem Elan für dieses interkulturelle und interfranziskanische Projekt sein, da viele Interessierte den Kurs jetzt in ihrer eigenen Sprache studieren können.

 

Nota:

Das ist ein erster Bericht über ein gelungenes Internationales CCFMC Seminar. Weitere Stimmen und Eindrücke werden folgen.

 



Zeichen der Zeit

Wieder einmal hat sich die Weltgemeinschaft versprochen, nun tatkräftig an die Verwirklichung der im Jahr 2000 hoch gepriesenen acht Ziele der Armutsbekämpfung zu gehen. Bislang sind die Aktionspläne bei weitem nicht im Soll. Denn wir alle hätten das spüren müssen in unserem eigenen Verhalten und Lebensstil.

 

GIPFELTREFEN ZU DEN MILLENNIUM-ENTWICKLUNGSZIELEN

20.-22. SEPTEMBER 2010

Das UNO-Gipfeltreffen zu den Millennium-Entwicklungszielen ist mit der Verabschiedung eines globalen Aktionsplanes zu Verwirklichung der acht Ziele zur Armutsbekämpfung bis zum Jahr 2015 sowie mit der Ankündigung großer neuer Verpflichtungen für die Gesundheit von Frauen und Kindern sowie anderer Initiativen gegen Armut, Hunger und Krankheiten zu Ende gegangen.

UNO gibt globalen Plan zum Kampf gegen TBC bekannt

Eine neue Initiative – Globaler Plan zur Ausrottung von TBC 2011-2015 - soll dazu beitragen, die Tuberkulose zu bekämpfen. An dieser Krankheit sterben weltweit jedes Jahr annähernd zwei Millionen Menschen. Diese Krankheit könnte nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO ausgerottet werden, wenn von Regierungen und durch Spenden genügend Gelder aufgebracht werden. Es sei dringend erforderlich, den Kampf gegen Tuberkulose zu verstärken, denn bis zum Jahr 2015 würden zehn Millionen Menschen - darunter vier Millionen Frauen und Kinder - unnötig sterben, wenn nichts getan werde, erklärte die Generaldirektorin der WHO, Dr. Margaret Chan.

Neue Gelder für den Kampf gegen Aids, TBC und Malaria

Geberländer, Stiftungen und Vereine haben sich am 4. und 5. Oktober auf einem Treffen am Sitz der Vereinten Nationen verpflichtet, den Fonds für den Kampf gegen Aids, TBC und Malaria mit weiteren 11,7 Milliarden Dollar zu unterstützen. Mit dieser bisher größten finanziellen Zusage wird es dem Globalen Fonds möglich sein, die Länder in ihrem Kampf um die Erreichung der Millenniums-Ziele im Bereich Gesundheit zu unterstützen. „In einer Zeit, in der so viele Regierungen zu Hause den Gürtel enger schnallen, sind diese Zusagen eine wichtige Botschaft: Sie besagt, dass führende Politiker in aller Welt auch jenseits ihrer eigenen Grenzen Gutes tun wollen,“ erklärte UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon.