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CCFMC News Juni 2010

Gelobt seist Du, mein Herr, durch Schwester Wasser


In den Jahren 2005 und 2007 hat der Franziskaner Dom Luis Cappio in Brasilien mit einem Hungerstreik gegen das von Umweltschützern und Fachleuten sehr umstrittene Großprojekt der Flussumleitung des Rio São Francisco protestiert. Von den zwei geplanten Kanälen mit einer Länge von 720 Kilometern würden große Bauunternehmen, Bewässerungsfirmen, Stahlschmelzen, Krabbenzüchter und das exportorientierte Agrobusiness profitieren; für Kleinbauern, Indigene und die Umwelt entlang des Flussbettes wäre es eine Katastrophe, sagen die Kritiker. Das Projekt befindet sich bereits im Bau. Die Interessen der Großen haben gesiegt - gegen das Lebensrecht der Kleinen.

Kaum ist das Projekt aus den Schlagzeilen, folgt das nächste pharaonische Vorhaben: der Dammbau Belo Monte in Paraná. Der geplante Stausee würde sich über 500 Kilometer durch Indianerschutzgebiete erstrecken. Viele Tausende Menschen würden ihre Heimat verlieren, und noch mehr Tiere würden sterben. Dennoch treibt die brasilianische Regierung den umstrittenen Dammbau voran. Der aus Österreich stammende Dom Erwin Kräutler, Bischof am Xingu (PA) und Präsident des indigenen Missionsrates (CIMI) ist einer der schärfsten Kritiker des Projektes. Neben der Kirche und nationalen Einrichtungen sind auch internationale Bewegungen gegen den Bau von Belo Monte. "Amazonien ist eine große Verantwortung für Brasilien, aber es hat seine Auswirkungen auch jenseits der brasilianischen Grenzen. Deshalb sind die Solidaritätsbekundungen der internationalen Gemeinschaft wichtig", sagte Dom Erwin.

Die Indianer rüsten zum Krieg gegen das Projekt. Damit scheint wahr zu werden, was Experten schon lange voraussagen, dass künftige Kriege nicht mehr um Öl, sondern um Wasser geführt werden. Zumindest auf lokaler Ebene. Wasser ist einer der wichtigsten Grundstoffe des alltäglichen Lebens der Menschen, der Tiere und der Pflanzen. Und Wasser ist gleichzeitig ein nicht weniger bedeutender Grundstoff mächtiger Industriekonzerne. Diese versuchen durch Privatisierung der Wasservorräte sich das gemeinschaftliche Erbe der Natur anzueignen und daraus Kapital zu schlagen - durch Wasser-Bergbau in Gebieten mit großen Grundwasservorkommen, durch intensive Ausbeutung der Flüsse und Ströme dieser Welt; durch das Betreiben staatlicher und städtischer Wassersysteme. Wasser wird damit Teil der Lebenshaltungskosten, die sich die Reichen leisten können, die aber die Armen immer mehr ins Elend treiben.

Zur Situation: Die Süßwasserreserven der Welt reichen nicht mehr aus. Schon jetzt haben etwa vier Milliarden Menschen Schwierigkeiten, an sauberes Trinkwasser zu kommen. Das hat mit der ungleichen Verteilung zu tun. Während im reichen Norden Wasser im Überfluss vorhanden ist und vergeudet wird, nehmen in vielen Regionen der Welt die trockenen Jahre zu. Zwei Drittel der Landfläche Afrikas sind ökologisch gefährdete Trockengebiete oder Wüsten. Die Fläche der durch Übernutzung, Überdüngung, Rodung und durch mangelhafte Bewässerung geschädigten Böden nimmt ständig zu. Damit wird auch die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln immer schwieriger. Das Problem der Wasserbeschaffung und –verteilung hat in wasserknappen Regionen wie etwa dem Nahen Osten längst politische Brisanz. Staaten können sich gegenseitig das Wasser abgraben und damit den schon brüchigen Frieden ernsthaft gefährden. Das Problem der Trinkwasserversorgung wird eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts sein.

Gibt es eine Lösung? Nur wenn wir radikal umdenken. Wasser ist ein Gottesgeschenk, das nicht privatisiert werden darf für den eigenen Profit. Das müsste für die ganze Welt festgeschrieben werden. Die Schöpfung ist so großzügig angelegt - wenn wir nur teilen würden und nicht verschmutzen. "Gepriesen seist du, mein Herr, durch Schwester Wasser, gar nützlich ist es und demütig und kostbar und rein." (Sonn) Der ganze Sonnengesang ist durchzogen von der dankbaren Einsicht, dass all dies nicht selbstverständlich ist. Der todkranke Franziskus hat die staunenden Augen eines Kindes behalten; er will der Welt sagen, dass die Schöpfung Gottes Leben in Hülle und Fülle bereitstellt, wenn wir sie hegen und pflegen und nicht gedankenlos ausbeuten und zerstören. Vielleicht braucht es erst Trockenperioden und Verwüstungen, um das wieder zu begreifen. Vielleicht braucht es erst Durst und Hunger, um das Lebenselement Wasser neu zu schätzen. Der sparsame Gebrauch allein wird dazu nicht mehr ausreichen, wir werden uns in politische und ökonomische Prozesse einschalten müssen, damit es für alle Menschen in ausreichendem Masse zugänglich bleibt. So wie das Dom Luis Cappio und Dom Erwin Kräutler mit Risiko für das eigene Leben tun.

Andreas Müller OFM

 


CCFMC-Zentrum

Mitgliederversammlung des CCFMC e.V. am 6. Mai 2010

Sie fand statt im CCFMC-Zentrum, anwesend waren Pfr. Klaus Beurle, Sr. Judith Dinkel, Herr Dr. Claudio Ettl, Sr. Marianne Jungbluth, Prof. Elmar Klinger, Frau Patricia Hoffmann, P. Andreas Müller, Sr. Irmlind Rehberger und Br. Anton Rotzetter.

Die Mitgliederversammlung ist das verantwortliche Entscheidungsgremium des CCFMC e.V. Dieser ermöglicht dem CCFMC-Zentrum in Würzburg als Servicestelle für die weltweite Promotion des Kurses tätig zu sein. Ein solcher rechtlicher Rahmen ist die Voraussetzung dafür, dass ein Büro mit Angestellten, Verwaltung von Spendengeldern und Projektförderung seine Tätigkeit ausüben kann. Der eingetragene Verein ist dem Internationalen Leitungsteam zugeordnet, dieses seinerseits ist mit seinem Präsidenten im Vorstand vertreten. Die Mitgliederversammlung wählt den Vorstand, kontrolliert die Geschäftsführung und genehmigt den jährlichen Finanzbedarf.

Neben diesen Regularien standen am 6. Mai die Neuwahl des Vorstandes, sowie wichtige Änderungen in der Geschäftsstelle des CCFMC-Zentrums auf der Tagesordnung. Darüber wird nachstehend berichtet. Beraten wurden auch Fragen der Mittelbeschaffung und der Realisierung des in Frascati beschlossenen Expertenteams.

In den Vorstand werden für die nächsten vier Jahre gewählt:

Erster Vorsitzender: Prof. Elmar Klinger

Erste stellvertretende Vorsitzende: Sr. Irmlind Rehberger

Zweiter stellvertretender Vorsitzender: Br. Anton Rotzetter (als Präsident des CCFMC geborenes Mitglied im Vorstand)

Beisitzende: Sr. Judith Dinkel und Sr. Paulin Link.

 

Pater Andreas Müller verlässt die CCFMC-Leitung – Abschied und Dank

Anton Rotzetter, Kapuziner, Präsident des CCFMC

Auf der Sitzung des CCFMC e. V. wurde vereinsrechtlich das vollzogen, was das verantwortliche Internationale Leitungsteam auf seiner Tagung in Frascati Ende Oktober 2009 entschieden hatte: P. Andreas wurde als Geschäftsführer des CCFMC abgelöst. Gleichzeitig schied er auch aus dem Vorstand des CCFMC e.V. aus, dessen stellvertretender Vorsitzender er war. An seiner Stelle wurde Patricia Hoffmann mit der Geschäftsführung betraut. Als Präsident des Unternehmens möchte ich ihr alles Gute und Gottes Segen zu ihrem Amt wünschen.

In meiner Funktion fällt mir auch die Aufgabe zu, P. Andreas für das Jahrzehnte lange und unermüdliche Engagement zu danken. Ich tue das mit einer großen Traurigkeit. Denn nur allzu gerne hätte ich gewünscht, er würde seine Aufgabe noch lange Zeit wahrnehmen können. Und aufgrund seiner außerordentlichen Rüstigkeit könnte er seine Aufgabe jetzt noch sehr gut erfüllen. Nur gebot die Verantwortung für sein „Kind“, die Nachfolge jetzt zu regeln. Dieses sollte ja nicht plötzlich verwaist dastehen.

Der CCFMC ist wirklich das „Kind“ des Pater Andreas. Ohne ihn gäbe es den Kurs nicht, auch nicht die konkrete Ausgestaltung. Ohne ihn hätte es weder Geld noch diese internationale Ballung von Engagement gegeben. Über Jahrzehnte war er Quelle, Vermittler, Motivator, Animator und in den großen und kleinen Dingen effektiver Manager. Dafür gebührt Pater Andreas die Anerkennung und der Dank der ganzen Franziskanischen Familie.

Gleichzeitig darf ich sagen, dass Pater Andreas dem CCFMC-Zentrum zur Verfügung steht, so weit es ihm seine Zeit und seine Kräfte erlauben. Er wird weiterhin im Auftrag der Geschäftsführung Reisen in verschiedene Gegenden unternehmen, um den Kurs zu fördern. Und er wird auch sonst in vielen Bereichen weiterhin mitarbeiten.

Darüber freuen wir uns im Zentrum und sicher auch weltweit.

In den nächsten Monaten wird sich Schwester Judith Dinkel von den Franziskusschwestern von Vierzehnheiligen beim CCFMC-Zentrum einarbeiten, um 2011 als festes Team-Mitglied eigene Arbeitsbereiche zu übernehmen. Auch ihr wünsche ich einen guten Einstieg und sage herzlichen Dank für ihre Bereitschaft.

 

P. Andreas sagt „Danke“

Nein, nicht Wehmut; sondern ein Gefühl tiefer Dankbarkeit erfüllt mein Herz. Es ist ein Geschenk, dass ich von Anfang an dieses einmalige Projekt CCFMC begleiten, animieren und befördern durfte. Dieses erste weltweite interfranziskanische Gemeinschaftsprojekt – es war zuweilen mühevoll, nicht ohne Rückschläge und Enttäuschungen, aber in der Summe doch eine fast dreißigjährige Erfolgsgeschichte. Als OFM Projekt 1981 gestartet wurde es schnell zu einem Impulsgeber in der ganzen franziskanischen Familie.

Ich danke Gott, dass er mir das zugemutet hat; ich danke den Verantwortlichen in meinem Orden, in den Interfranziskanischen Gremien und nicht zuletzt in der Missionszentrale der Franziskaner, dass sie mir das zugetraut haben. Ich danke all den Schwestern und Brüdern in den nationalen und kontinentalen Koordinationsteams, ohne deren bewundernswerten Einsatz der schnelle Erfolg nicht möglich gewesen wäre. Ganz wichtig ist nicht zuletzt: ich hatte immer gute Leute um mich herum, die meine Defizite ausglichen. Dafür bin ich besonders dankbar.

Als noch aktiver Zeitzeuge der allerersten Anfänge bin ich gerne bereit, ehrenamtlich mitzuarbeiten und zu helfen, wo immer das gefragt wird. Möge Gott Euch zeigen, was gut ist für dieses Projekt, und Eure Arbeit segnen – zum Wohle der Franziskanischen Familie, zum Wohle der Armen und zum Wohle der Welt. Ich hoffe sehr, dass dabei auch OFM Brüder weiterhin eine tragende Rolle spielen.

Euer Br. Andreas

Neuer OFS-Vertreter im International Board des CCFMC

Der Weltliche Dritte Orden (OFS) hat mit Jozsef Szentirmai einen neuen Repräsentanten im Internationalen Board des CCFMC. Er wurde Ende November auf dem XII. Generalkapitel des OFS in Budapest zum Nachfolger von Tibor Kauser ernannt.

Tibor Kauser, langjähriger und engagierter Vertreter des OFS im Internationalen Board des CCFMC, wurde auf eigenen Wunsch von dieser Aufgabe entbunden. Sein neues Amt als Verantwortlicher für die Ausbildung in den englischsprachigen Staaten Europas und Nordamerikas im Internationalen OFS-Präsidium lasse ihm nicht mehr genügend Zeit für seine bisherige Aufgabe, erklärte Tibor Kauser.

Jozsef Szentirmai ist OFS Mitglied aus Ungarn und derzeit Vertreter der Nationalen Bruderschaft Ungarns im Internationalen Rat. „Ich bin sicher, dass Jozsef den OFS gut vertreten wird und sein Bestes tun wird, wie zuvor Tibor, um den CCFMC zu unterstützen“, schreibt Doug Clorey, Vize-Generalminister im Dezember 2009 an das CCFMC-Zentrum.

Tibor und Jozsef besuchten am 7. Mai 2010 das CCFMC-Zentrum in Würzburg. In einem sehr anregenden Gespräch wurde deutlich, dass die Einschätzung des Vize-Generalministers vom Zentrum in Würzburg geteilt wird. „Wir danken Tibor für seine lange und gute Zeit mit uns, und wir begrüßen Jozsef ganz herzlich in unserer Mitte. Wir freuen uns über diese schnelle und gute Entscheidung der Internationalen Leitung des OFS,“ heißt es in einer Erklärung des CCFMC-Zentrums in Würzburg.

 

Asien

Philippinen

Fanziskanische Jugend erhält Einführung in den CCFMC

120 Teilnehmer haben zwischen Anfang April und Anfang Mai 2010 an der Nationalen Versammlung der Franziskanischen Jugend (Jufra) der Philippinen und dem Treffen von Referenten und Animatoren teilgenommen. Das Motto des Treffens lautete „Jufra: Von der Liebe motiviert furchtlos das Evangelium verkünden.“

Die Teilnehmer konnten nach ihren persönlichen Interessen aus dem vielfältigen Angebot an Referaten und Aktivitäten auswählen. Zu den Themen, die teilweise in Parallelveranstaltungen angeboten wurden, gehörte unter anderem: Weitergabe des Wortes; Ämter für Jugendliche; Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung; Exerzitien und Besinnung; franziskanisches Charisma; Persönlichkeitsentwicklung; Theologie des Körpers; Planung und Organisation; Ausbildung für die Jugend.

Schwester Jeanne, Joy Fabic und Fe dela Rosa vom CCFMC-Team referierten zum Thema Franziskanisches Charisma. In Anbetracht der Zusammensetzung der Gruppe und der geringen Vorkenntnisse behandelten sie in ihrem einführenden Referat Themen aus den CCFMC-Lehrbriefen, die besonders die Jugend ansprechen.

In der abschließenden Evaluierung kamen die jugendlichen Teilnehmer im Alter zwischen 12 und 15 Jahren unter anderem zu folgenden Schlussfolgerungen:

·         Für Franziskus ist die Kirche nicht die Struktur, sondern das Herz

·         Jesus ist unser Vorbild; wie Franziskus müssen wir alle Geschöpfe lieben

·         Jufra-Mitglieder können einen Beitrag zur Veränderung der Welt und der Umwelt leisten

·         Jufra-Mitglied zu sein bedeutet, die Schöpfung zu bewahren.

 

Erfolgreicher Abschluss des CCFMC-Kurses in Siquijor

Das volle Programm des Grundkurses zum franziskanisch-missionarischen Charisma (CCFMC) mit seinen insgesamt 25 Lehrbriefen ist in der philippinischen Provinz Siquijor erfolgreich abgeschlossen worden. Wie die Nationale CCFMC-Koordinatorin, Maria Renita Fabic, meldet, fand die letzte Phase dieses Programms vom 23. - 25. Oktober 2009 statt. Teilnehmer waren Mitglieder des Weltlichen Dritten Ordens (OFS) der Gemeinschaften von Maria, Talinting, Larena und Siquijor.

Der Schwerpunkt dieser abschließenden Phase lag auf der religiös-mystischen und der sozio-politischen Dimension des franziskanisch-missionarischen Charismas. Besonders eindrucksvoll waren die Beiträge, die Alfonso Salcedo, Bruder Arbas und Bruder Macion – alle drei Teilnehmer des gesamten Programms – lieferten. Sie reicherten ihre Referate mit Erfahrungen aus dem Alltagsleben an und stießen so auf noch größeres Verständnis bei den Teilnehmern. Alfonso Salcedo, Richter und politischer Aktivist, der unter dem von Präsident Marcos verhängten Kriegsrecht politischer Häftling war, referierte über Kapitalismus, Marxismus und Globalisierung; Bruder Arbas, der eine Kooperative auf Diözesanebene leitet, hatte als Thema die Befreiungstheologie; im Referat von Bruder Macion ging es um anthropologische Aspekte der Inkulturation, insbesondere die Achtung des Menschen, seiner Natur und seiner Kultur. Weitere Impulse kamen von Schwester Dorothy aus Zamboanga, die über den Dialog mit Muslimen referierte, sowie von Joy Fabic, deren Referat sich mit der Rolle der Franziskaner in der Kirche von Heute befasste.

Im Verlauf der Tagung erfuhren die Teilnehmer nicht nur, welches die akuten Probleme der Insel Siquijor – Rodung, illegale Fischerei, Armut, Korruption und anderes mehr – sind, sondern auch, welche Herausforderungen diese Probleme an ein OFS-Mitglied stellen. Die Kursteilnehmer erstellten einen Aktionsplan, der unter anderem eine stärkere Einbeziehung der CCFMC-Lehrbriefe in den Unterricht beinhaltet. „Der CCFMC ist ein erfolgreiches und starkes Instrument der OFS-Mitglieder in Siquijor geworden,“ heißt es abschließend in dem Bericht aus der philippinischen Provinz.

 

Thailand

Annährung innerhalb der Franziskanischen Familie

Ein erster Schritt zur interfranziskanischen Zusammenarbeit innerhalb der Franziskanischen Familie Thailands ist getan. Vertreter des Weltlichen Dritten Ordens (OFS), der OFM, OFMCap und der Franziskanischen Schwestern der Unbefleckten Empfängnis (SFIC) kamen auf Initiative des CCFMC-Teams kürzlich zu einer Besinnungsveranstaltung zusammen. Damit entsprachen sie einem wichtigen Punkt des Aktionsplans, der im Mai 2008 auf dem großen CCFMC-Seminar in Bangkok verabschiedet worden war.

Der frühere Provinzial der OFMCap in Thailand, Pater Anthonio, leitete die Veranstaltung und referierte über den Brief des Heiligen Franz an die Gläubigen, im dem er zum wahren Leben nach dem Evangelium aufruft. Er sprach Thai, da viele der 47 Teilnehmer dem Weltlichen Dritten Orden angehören. Höhepunkt und Abschluss des gemeinsamen Tages war eine Eucharistiefeier.

 

Afrika

Kenia

Portiuncula-Zentrum in Nairobi – ein Traum wird wahr

Das Portiuncula-Zentrum in Nairobi verfügt über ein neues Gebäude. Am 16. April wurde das Haus im Rahmen einer einfachen aber eindrucksvollen Feierstunde dem Vorsitzenden der Vereinigung der Franziskanischen Familie Afrikas (Franciscan Familiy Association of Afrika/FFA), Pater George Muthaka OFMCap, übergeben.

Welche Hoffnungen und Erwartungen damit endlich in Erfüllung gegangen sind, beschreibt der Leiter des Baukomitees, P. Hermann Borg OFM. In seinem emotionalen Bericht, den er mit dem Kisuaheli-Wort „Amani“ (dt.: Halleluja) einleitet, schreibt er unter anderem: „... Dieses Ereignis ist ein Schritt voran; er nützt einer jeden Franziskanerin und einem jeden Franziskaner in Afrika. Jedem steht es als sein spirituelles, akademisches, soziales franziskanisches Zentrum zur Verfügung. Der Traum der Gründer, die vor 20 Jahren mit der Planung begannen, hat die erste Etappe einer wunderbaren Verwirklichung erreicht. Wir müssen diese Nachricht in ganz Afrika mit Pauken und Trompeten bekanntmachen...”

Das neue Gebäude verfügt über 28 Zimmer und vier Unterrichtsräume. Es steht verschiedenen Einrichtungen und Initiativen zur Nutzung zur Verfügung, darunter der Damietta-Initiative für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung sowie den Lehrveranstaltungen des CCFMC.

Die offizielle Eröffnung und Einweihung des Zentrums ist für den 18. September 2010 geplant und soll in Anwesenheit mehrerer Bischöfe stattfinden.

Pater Herman Borg bittet ganz herzlich um Spenden, damit die noch offenen Rechnungen in Höhe von 50 000 Dollar beglichen werden können. Einzahlungen sind möglich auf das Konto des CCFMC Zentrums: LIGA Bank (BLZ 750 903 00), Konto: 3017974 – Zweck: Nairobi

Download: http://www.ccfmc.net/wDeutsch/ccfmc/aktuelles/aktionen/Portiuncula_Nairobi.pdf

 

Lateinamerika

Paraguay

Neuer Vorstand der Franziskanischen Familie

Die Franziskanische Familie Paraguays hat einen neuen Vorstand. Gewählt wurde er am 26.04.2010 auf der Ordentlichen Versammlung der Vereinigung. Mitglieder des neuen Vorstandes sind:

Präsident: Pater Federico Gayoso, TOR

Vizepräsidentin: Schwester Margarita Gonzalez HEFCR

Sekretärin Schwester Gisela Henao, TC

Verwaltungssekretär: Alcides Martínez, OFS

Sprecherin: Schwester Onoria Paredes

Das internationale Zentrum des CCFMC in Würzburg wünscht dem neuen Vorstand alles Gute bei der Bewältigung seiner Aufgaben.

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Zeitzeichen

Weltweit mussten bereits 80 Millionen Menschen Staudämmen weichen

Beispiel: Belo Monte in Brasilien

Staudamm der Superlative

Zigtausende Menschen würden durch dieses Projekt ihre Heimat verlieren und noch mehr Tiere ihr Leben. Dennoch treibt die brasilianische Regierung den umstrittenen Dammbau Belo Monte voran.

Schäden werden in Kauf genommen

... Derzeit sind 45 000 Großstaudämme – also solche mit mehr als 15 Meter Höhe oder über drei Millionen Kubikmeter Speichervolumen – in Betrieb. Weitere 1700 befinden sich in Bau. Schätzungen der Internationalen Kommission für Staudämme (WCD) zufolge mussten in den letzten Jahrzehnten bis zu achtzig Millionen Menschen riesigen Stauseen weichen, meist ohne angemessene Entschädigung ...

Mehr dazu: http://plattformbelomonte.blogspot.com/

Dom Erwin Kräutler kämpft für die Rechte der betroffenen Indianervölker: http://plattformbelomonte.blogspot.com/search/label/Dom%20Erwin